Das Kurbelwunder
Im wunderschönen Wallis, einer Region reich an Traditionen und tief verwurzeltem Glauben, haben Passionsspiele und Prozessionen seit jeher eine besondere Bedeutung. Besonders in Reckingen wurde zu Ostersamstagen sogar eine bewegliche Gottesstatue in der Kirche hinter dem Hochaltar in den Himmel gekurbelt.
Der Fiescher Dorfpfarrer Pascal Venetz erarbeitete ein Schreiben für den Papst. Dieses Schreiben soll über den Bischof via Nuntiatur den Vatikan erreichen. Doch im Gegensatz zu früheren Gebeten, die sich dem Rückgang des Gletschers widmeten, soll nun um das Anwachsen gebetet werden eine bemerkenswerte Kehrtwende angesichts des globalen Klimawandels.
Das sogenannte „Kurbelwunder“ die bewegliche Statue als Symbol der Hoffnung und des Glaubens erhält damit eine neue Bedeutung. Es steht nicht nur für spirituelle Hingabe, sondern auch für die aktive Auseinandersetzung mit den Herausforderungen unserer Zeit. So vermischt sich hier Geschichte mit Gegenwart, Sarkasmus mit Ernsthaftigkeit, und Tradition mit Innovation eine wunderbare Erinnerung daran, dass Glauben lebendig bleibt und sich stets weiterentwickelt.



