der schwarzi Maa
Im Lied «der schwarzi Maa» geht es um eine scheinbar einfache Frage: Darf ein schwarzer Mann überhaupt noch schwarz genannt werden? Was zunächst wie ein kindlicher Streit über Farben klingt, entwickelt sich zu einer satirischen Auseinandersetzung mit politischer Korrektheit, Sprachregelungen und dem Versuch, alltägliche Begriffe moralisch neu zu bewerten.
Das Lied nimmt dabei die sogenannte Moralisierung und «Verpolitisierung» der Farbenlehre aufs Korn. Im Mittelpunkt steht der kleine Fritzli, der sich weigert, eine offensichtliche Sache anders zu benennen, nur weil Behörden, Pädagogen und gesellschaftliche Debatten dies verlangen.
Aus naturwissenschaftlicher Sicht gehören Schwarz und Weiss zu den unbunten Farben. Sie besitzen keinen eigenen Farbton wie Rot, Blau oder Grün. Weiss entsteht vereinfacht gesagt durch die Verbindung aller Lichtfarben, während Schwarz dort erscheint, wo kaum oder kein Licht zurückgeworfen wird.
Doch genau diese Selbstverständlichkeit wird im Lied infrage gestellt. «Schwarz» und «weiss» sind nicht mehr nur Farbbezeichnungen, sondern werden mit historischen und politischen Bedeutungen verbunden.



