Gabriela Forny-Heinzmann
Im Oktober 2012 nahm ich an Exerzitien in Flüeli Ranft teil, die mir meine Mutter geschenkt hatte. Anfangs fiel es mir schwer, mich auf diese Auszeit einzulassen. Doch während dieser Tage erlebte ich eine Wandlung trotz der Herausforderungen, die das Leben mir stellte, wuchs in mir der Wunsch, anderen zu helfen. Der Verlust meines ersten Kindes hat mir die Augen geöffnet; ich verstand, dass ich einen Sinn in meinem Leben finden wollte, der über meine bisherigen Tätigkeiten hinausgeht.
Diese Entscheidung führte mich zu einem Glaubenskurs und schliesslich zur Ausbildung zur Katechetin. Der Moment, als ich für die Ausbildung immatrikuliert wurde, war kein bewusster Wunsch von mir, doch ich blieb offen für die Möglichkeit und bin heute dankbar dafür. Es erfüllt mich mit Freude, den Kindern den Glauben näherzubringen und sie auf ihrem Weg zu begleiten.
Zusätzlich zu meiner Rolle als Lehrerin habe ich auch im Altersheim St. Anna in Steg eine wichtige Aufgabe übernommen. Hier leite ich die Seelsorge, was mir große Erfüllung bringt. Es ist ein Gefühl von Stolz, Teil eines Netzwerks zu sein, das Menschen in unterschiedlichen Lebensphasen unterstützt. Die Verbindung zu meiner Familie, die ebenfalls dort lebt, verstärkt nur mein Engagement und meine Motivation, für andere da zu sein.
Wenn ich meine Reise betrachte, stelle ich fest, dass ich viele Rollen gleichzeitig spiele: Ehefrau, Mama, Hausfrau, Katechetin und Seelsorgerin. Jede dieser Rollen bringt ihre eigenen Herausforderungen und Freuden mit sich.



